FREMD
VON MICHEL FRIEDMAN
INSZENIERTE LESUNG
85 MINUTEN
28.– / 17.– EURO
PREMIERE 28.– / 17.– EURO
30.01. DO 20.00 UHR
13.02. DO 20.00 UHR
Das Stück
„Ich bin auf einem Friedhof geboren.“ Mit seinem Buch „Fremd“ hat Michel Friedman eine lyrische Autobiografie geschaffen, die das Leben eines Kindes in einem Nachkriegsdeutschland nachzeichnet, welches in einer von Tätern geprägten Gesellschaft aufwächst und seinen Schmerz mit weiteren marginalisierten Gruppen wie Sinti und Roma, Queers, Migranten sowie Geflüchteten teilt. Dabei bricht Friedman den Schutzwall seines öffentlichen Selbst auf und gewährt uns einen äußert persönlichen Einblick in sein Innerstes.
Über sein Buch sagt Michel Friedman: „Dies ist ein Buch über das Fremdsein, das äußere und das innere. Wer wie ich bis zum achtzehnten Lebensjahr mit einem Staatenlosen-Pass lebte, wer wie ich Eltern hatte, die aus Polen stammten und die Shoah überlebt haben, in Paris aufgewachsen ist und als jüdisches Kind nach Deutschland kam, lebt im Nirgendwo. Ist heimatlos. Eine Erfahrung, die exemplarisch für viele Menschenschicksale sein könnte. So ist dieses Buch allen Menschen gewidmet, die irgendwo im Nirgendwo leben.“
Michel Friedman, geboren 1956 in Paris, ist Rechtsanwalt, Philosoph und Publizist. Er war unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland und engagiert sich stark gegen Rechtsextremismus.
ES SPIELEN UND LESEN:
KATJA AMBERGER
STEFAN LEHNEN
REGIE:
GABRIELE GYSI
DRAMATURGIE:
SVEN GRUNERT
STÜCKFASSUNG:
GABRIELE GYSI
REGIEASSISTENZ:
REBECCA SEETHALER
BÜHNE:
GABRIELE GYSI
HELMUT STÜRMER
PROJEKTION:
KI GENERIERT: MIDJOURNEY PROMPTS
HARALD MICHAELIS
LICHT:
GABRIELE GYSI
TECHNIK:
ERIKA HÖCHT
MATTIS RINGERT
PREMIERE:
16. NOVEMBER 2024
PRESSESTIMMEN
… Gysi hat es in ihrer Stückfassung geschafft, aus der fortlaufenden Lyrik Friedmans einen Bühnentext zu machen, der die starken Gefühle nicht verrät. Lehnen und Amberger zeigen an diesem Abend daher weit mehr als eine inszenierte Lesung, sie versetzen sich in das Kind und die Mutter, spielen alle Gefühle aus, nutzen den Bühnenraum aus und versuchen, dem Publikum einen Einblick in die fremde Welt des Fremdseins zu geben …
Katrin Filler, Landshuter Zeitung, 19. November 2024