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SVEN GRUNERT

 

Sven Grunert wurde 1962 in Stuttgart geboren. Seine Schauspiel- und Regieausbildung erhielt er an der Schauspielschule Bochum und an der Theaterakademie Ulm (Regiediplom). Er ist Autor des Stückes „Fetzer, ein Stück Jugend“ (Fischer Verlag 1989), das 1989 am Ulmer Theater uraufgeführt wurde. Grunert arbeitete als Regieassistent am piccolo teatro in Mailand unter der Direktion von Giorgio Strehler, wo er sich weitreichend mit Strehlers Theaterverständnis und der Commedia dell'arte auseinandersetzt. Später assistierte er Ken Campbell am National Theatre London. 

Nach weiteren Stationen u. a. in Ulm, Luxemburg und Leipzig wird Grunert 1992 in Landshut zum künstlerischen Leiter gewählt und gründet daraufhin zusammen mit der Stadt Landshut, seinem Ensemble und einem Trägerverein das kleine theater Landshut in der Neustadt 455. 1996 beschließt der Kultur- und Bausenat der Stadt Landshut, überzeugt durch den großen Zuspruch von Publikum und Kritik, den denkmalgeschützten Rottenkolberstadel mit Städtebaufördermitteln in ein Theater umbauen zu lassen. Die herausragende Konzeption des Architekturduos Hild/Kaltwasser wurde 1998 mit dem „Deutschen Städtebaupreis“ ausgezeichnet. Am 26. September 1998 eröffnete Sven Grunert das neue Haus mit „Hautnah“ von Patrick Marber. Seither ist er Intendant des kleinen theaters - KAMMERSPIELE Landshut.

 

 

Einladungen auf regionale, nationale und internationale Theaterfestivals zeugen von der überregionalen Ausstrahlung des Hauses. So wurde zum Beispiel Grunerts Inszenierung „Glückliche Tage“ von Samuel Beckett auf das Nationale Theaterfestival nach Bukarest eingeladen und mit „Antigone“ auf das internationale Theaterfestival in Sibiu.

„Als ehemaliger Assistent am Piccolo Teatro wurde Sven Grunert zuvorderst von Giorgio Strehlers Ästhetik und Theaterverständnis geprägt: plastisch, pathetisch, poetisch. Stets passioniert. Nach Stationen in Bochum, Ulm, Mailand, London, Luxemburg und Leipzig verwirklichte er vor 16 Jahren seine Vorstellung eines spielerischen Begegnungsorts: ein Maison de campagne für Experimente der Leidenschaften im Zirkel von Ego, Kunst und Publikum, Gesellschaft, wie aus einem Stück seines Lieblingsdramatikers Marivaux". (Süddeutsche Zeitung)