DER TAG, AN DEM MEINE MUTTER VERRÜCKT WURDE
TANZTHEATER NACH DER ERZÄHLUNG VON TIJAN SILA
28.– / 17.–EURO
06.06. SA 20.00 (!) UHR
Das Stück
Eine kleine Familie. Die Mutter ist, durch kriegsbedingte Traumata, seelisch beschädigt. Ihr Mann lebt schweigend und ebenso tief versehrt zurückgezogen vor sich hin. Ihr erwachsener Sohn lebt nicht mehr bei seinen Eltern, er hat sich ein eigenes Leben aufgebaut und ist Lehrer.
Wir leben in Zeiten des Krieges, in Zeiten, in denen wir nur erahnen können, was das bedeutet. Denn wir leben zwar in diesen Zeiten, jedoch nicht an diesen Orten. Wir sind die „Happy few“, und je länger die Zeiten des Krieges andauern, desto mehr werden wir – zur Minderheit.
Für uns Grund genug, sich damit spielerisch auseinanderzusetzen. Denn hier – in unserer Aufführung – ist es nur ein Spiel…
Ein Jahr, nachdem Tijan Sila mit dieser autofiktionalen Erzählung den Ingeborg-Bachmann-Preis 2024 gewonnen hat, hat die Konstanzer Choreografin Judith Geibel gemeinsam mit dem Dramaturgen Georg Kistner das Tanztheater Der Tag, an dem meine Mutter verrückt wurde auf die Bühne gebracht.
Das Stück erzählt von einer kleinen Familienkonstellation, die vor dem Jugoslawienkrieg nach Deutschland fliehen musste und die aufgrund ihrer Erlebnisse nicht mehr in der Lage ist, eine gemeinsame Realität anzuerkennen.
Man darf als Resümee ziehen, dass diese Inszenierung Tanz und Theater wirklich zusammenbringt und von Menschen erzählt, die unter uns leben. „Man darf auf mehr aus Konstanz und dem Geibel-Team hoffen.“ (tanznetz.de)
MIT:
Angelo Attila
Sofia Carotti
Irfan Kars
Martin Schweingruber
Regie & Choreografie
Judith Geibel
Regie & Dramaturgie
Georg Kistner
Videografie
Jakob Heim
FOTOS:
Jacopo Greppi