DIE ZUKUNFT WAR FRÜHER AUCH BESSER

MONOLOGE UND TEXTE VON KARL VALENTIN
80 MINUTEN
FOYER / BÜHNE

Das Stück

„Heute ist die gute alte Zeit von morgen.“ Karl Valentin
Karl Valentin besaß eine Denkart, die der bayerischen Sprache immanent ist, und die sich wie ein roter Faden durch die bayerische Literatur zieht. Zusammenhänge werden ins vollkommen Absurde zerlegt und die Logik kennt keinerlei Gesetze. Rupert J. Seidl begibt sich als Schauspieler am Karl Valentin Abend auf den Grund der menschlichen Existenz, um die Rolle so ehrlich und echt wie nur möglich zu spielen. Immerhin hat Karl Valentin durch seine charakteristische, eigene Sicht auf die Dinge für namhafte Schriftsteller und Künstler wichtige Impulse gesetzt: Jörg Hube, Sigi Zimmerschied, Dieter Hildebrandt, Gerhart Polt, Ottfried Fischer, Bruno Jonas, Monika Gruber und Lisa Fitz, um nur einige zu nennen. So auch für Rupert Seidl.
Ein szenischer, spielerischer, heiterer Theaterabend mit „Die Zukunft war früher auch besser“ hält so manchen Tiefgang bereit. Rupert J. Seidl und Adriana Kocijan lösen den Impuls von Valentins Komik aus der nostalgischen Sentimentalität einer sogenannten guten alten Zeit heraus und katapultieren sie in die lebendige Gegenwart. Tauchen Sie mit uns ab – ein Sicherheitsstopp ist garantiert.
Karl Valentin, ein Schutzpatron des freien Denkens, wurde 1882 geboren und starb am Rosenmontag 1948 in München. Karl Valentin war ein komisches Genie, der als Vortragskünstler, Musiker, Autor, Darsteller, Clown und Körperverzerrer der Normalität des Alltags surreal gegenübertrat. Gemeinsam mit seiner kongenialen Partnerin Liesl Karlstadt – ohne die sein Werk wohl kaum in dieser Form möglich gewesen wäre – wurde er vor allem durch seine Rundfunkaufnahmen und seinen zahllosen Kurzfilmen unsterblich.

ES SPIELEN:
Rupert J. Seidl
Adriana Kocijan

AM REGIEPULT:
MATTHIAS EBERTH

FOTOS:
contraBande

PREMIERE:
10. OKTOBER 2025

PRESSESTIMMEN

… Durch Positionswechsel, raffinierte Lichteinstellungen, atmosphärisch untermalende Geräuschkulissen, vor allem durch gekonnte Stimmmodulation und Mimik sorgen Seidl und Kocijan abwechselnd und zusammen für dramaturgische Abwechslung. Seidl besticht durch seine ungeheure Eloquenz … während Kocijan im Hintergrund mit Mimik, Gestik und Klangeffekten witzige Akzente setzt …  Sehr liebenswürdig und um größtmögliche Authentizität bemüht, präsentiert Seidl Valentin bei der peniblen Suche nach der trefflichsten sprachlichen Version und verheddert sich satirisch in den umständlichsten Formulierungen, die er mit Bravour syntaktisch zu Ende führt …

Michaela Schabel, Landshuter Zeitung, 15. Oktober 2025

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