UNSER DORF SOLL SCHÖNER WERDEN

VON KLAUS CHATTEN

Das Stück

Ein Stück mit tiefschwarzem Humor aus den letzten Jahren des vorigen Jahrhunderts. Hubert Fängewisch erzählt in seinem Wohnzimmer von seinem Leben. Hubert ist ein Spaßvogel, er weiß, was eine Pointe ist. Im Laufe der Erzählung allerdings bleibt uns das Lachen im Halse stecken, sehen wir doch bedrückt auf diesen Menschen, der uns Einblick in sein tiefstes Inneres gibt. Hubert war seinerzeit als Fahnenträger der Knappenkapelle ein angesehener Dorfbewohner. Doch sein Sohn Dirk sitzt wegen versuchten Totschlags an einem Asylbewerber im Gefängnis. Und die Feier in seinem Partykeller an Hitlers Geburtstag, die SS-Uniform im Keller … das waren doch nur belanglose Zufälle. Aber die Presse, die verdammte Lügenpresse, und der Schwarzafrikaner, den er doch unbedingt vom Dorf fernhalten wollte und auch die anderen Dorfbewohner – alle sind gegen ihn. Sie zeigen mit dem Finger auf ihn und seine Familie! Hubert, der einst so angesehene Bürger, wird wütend. Wie konnte es nur soweit kommen? Seine Meinung wird man doch noch sagen dürfen?

Ist Hubert heute – dreißig Jahre nach der Entstehung des Stücks – immer noch ein Außenseiter? Oder ist seine Weltsicht nun gesellschaftsfähig?

ES SPIELT:
STEFAN LEHNEN

REGIE:
MATTHIAS EBERTH

FOTO:
KLEINES THEATER – KAMMERSPIELE LANDSHUT (S.G.)

VERTRAGSRECHTE DER INSZENIERUNG:
FELIX BLOCH ERBEN VERLAG GMBH

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