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KASIMIR UND KAROLINE ODER ES GEHT BESSER, BESSER, IMMER BESSER ...
NACH ÖDÖN VON HORVÁTH
60 MINUTEN, KEINE PAUSE

DAS STÜCK
Karoline möchte mit ihrem Verlobten Kasimir einen schönen Tag auf dem Oktoberfest verbringen. Kasimir ist allerdings schlechter Laune, denn es herrscht Wirtschaftskrise und er wurde entlassen. Er ist der festen Überzeugung: „Ein jeder intelligente Mensch ist ein Pessimist.“ Karoline hat keine Lust, sich von ihm die Laune verderben zu lassen. Sie geraten in Streit und erkunden das Oktoberfest jeder für sich. Dabei trifft sie erst auf den jungen Zuschneider Schürzinger und anschließend auf dessen Chef. Sie geht auf die Avancen beider Männer ein, da sie sich davon einen gesellschaftlichen Aufstieg erhofft. Kasimir gerät unterdessen aufgrund von Wut und Frust auf die schiefe Bahn und beginnt mit Freunden, Autos zu knacken und flirtet mit der Freundin eines Freundes.

„Und die Liebe höret nimmer auf“ untertitelt Ödön von Horváth sein 1932 veröffentlichtes Volksstück – und lässt Kasimir hinzufügen: „Ja, solange du nicht arbeitslos bist.“ In kurzen Szenen beschreibt Horváth die Isolation und die schleichende Zersetzung aller sozialen Beziehungen eines Menschen, der plötzlich überflüssig ist. In all ihrer gnadenlosen Brutalität, Niedertracht und banalen Normalität zeichnet er das Bild einer Welt, in der jedes Gefühl von Kalkül und Ökonomie bestimmt ist, in der die Sehnsüchte und Träume der Menschen bis in den letzten Winkel vom Konsum geformt sind. Welche Chance hat die Liebe in solch einer Welt?

ES SPIELEN:
AMELIE WILLBERG
JOSHUA HUPFAUER

REGIE:
CARLOTTA SALAMON

DRAMATURGIE / BÜHNE / KOSTÜME:
CARLOTTA SALAMON

MUSIK:
MATTHIAS FLAKE

REGIEASSISTENZ:
INGRID HARTUNG

TECHNIK:
MICHELE LUPI

PREMIERE:
14. OKTOBER 2022

 

PRESSESTIMMEN

 
... Die Inszenierung besticht durch die Fokussierung auf die beiden Protagonisten, die effektvoll minimalistische Ausstattung und Lichtregie, vor allem durch die schauspielerische Energie. ...  Amelie Willberg spielt Karoline mit entwaffnender Authentizität. ... Mit dieser Inszenierung bringt Carlotta Salamon im Kleinen Theater in Landshut einen neuen Regiestil und einen interessanten Umgang mit literarischen Texten auf die Bühne, der ganz bewusst Diskussionen provozieren soll.

Michaela Schabel, Landshuter Zeitung, 19. Oktober 2022


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