ALLES WAS ICH LIEBE
60 MINUTEN

07.02. SO 19.00 UHR
MIT STEFANIE VON POSER
LIVE-AUFZEICHNUNG AUS DEM THEATER
5 EURO

12.02. FR 19.00 UHR
MIT KATJA AMBERGER
LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DEM THEATER
5 EURO

27.02. SA 19.00 UHR
MIT KATJA AMBERGER
LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DEM THEATER
5 EURO

DAS STÜCK
LESEREIHE MIT STEFANIE VON POSER / KATJA AMBERGER
Das neue monatliche Format auf der Online-Bühne von k.digital. Ab Januar!

Alles was ich liebe. Woran hängt mein literarisches Herz? Die Schauspielerinnen und Schauspieler des kleinen theaters - KAMMERSPIELE Landshut begeben sich auf eine ganz persönliche Spurensuche nach ihren tiefsten literarischen Herzverbindungen. Reise zwischen Herz und Verstand. In einer individuellen Auswahl von Lyrik, Prosa, Drama lesen, spielen, performen sie Texte, die dauerhaft nachklingen. Alles, was ich liebe! Kleine Herzschritte im großen Kosmos der Gefühle. Worte, die uns begleiten im Jetzt. Hinweg über Zeit und Raum. Wir nehmen Sie mit auf eine poetische Spurensuche der besonderen Art. Alles, was ich liebe.

ES LIEST UND SPIELT:
STEFANIE VON POSER / KATJA AMBERGER

REGIE:
SVEN GRUNERT

LICHT:
JÜRGEN BEHL

TON:
PHILIPP DEGÜNTHER

STREAM:
PHILIPP DEGÜNTHER

KAMERA:
DAVID SCHRECK

VIDEOREGIE:
MARIA WIMMER

PROJEKTLEITUNG:
SVEN GRUNERT

PREMIERE:
17. JANUAR 2021

 

 

 

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STEFANIE VON POSER

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KATJA AMBERGER

PRESSESTIMMEN

 

Alte Bekannte, neue Entdeckungen
Stefanie von Poser in der neuen Reihe des Kleinen Theaters Landshut

Im Februar 2020 habe sie zuletzt auf der Bühne des Kleinen Theaters in Landshut gestanden, sagt Stefanie von Poser. Dann kam Corona und bremste das Leben aus. Nun, nach fast einem Jahr, sitzt sie also da, am Tisch voller Bücher (die meisten sind dann doch nur Dekoration), um das neue monatliche Format „Alles was ich liebe“ zu eröffnen. Bühnenmenschen lesen live aus dem Theater Texte vor, die ihnen am Herzen liegen. Intendant Sven Grunert will auch unter Pandemiebedingungen dem Theater so nahe bleiben, wie es irgend geht. Also: keine Konserve, Spielen und Schauen sind eins in der Zeit. Etwas über eine Stunde lang drehte sich bei Stefanie von Poser alles um Leben und Tod.

Eine Reihe von Ringelnatz-Gedichten eröffnete das Programm, unter anderem das wunderbare „Was würden Sie tun, wenn Sie das neue Jahr regieren könnten?“, das uns lehrt: Wir kleinen Menschen überlassen die ganz großen Angelegenheiten doch besser dem lieben Gott. Das wissen wir auch aus „Bruce Allmächtig“ mit Jim Carrey, der mit seiner geborgten göttlichen Macht so unterhaltsam überfordert ist.

Dramatisch wurde es mit einem Kapitel aus Juliane Koepckes Buch „Als ich vom Himmel fiel“ – Koepcke überlebte 1971 als Teenager als einzige einen Flugzeugabsturz über dem Regenwald Perus. Vier Jahrzehnte später schrieb sie ihre Erinnerungen an die Katastrophe auf. War es ein Wunder?

Persönlich, berührend und privat wurde es, als von Poser aus dem Buch ihrer Mutter vorlas: „Blühen wie eine Blume“ über den Umgang mit Mukoviszidose. Die Schwere der Krankheitsgeschichte wurde gemildert durch die heitere Erzählung von der überraschenden Hochzeit ihrer Eltern in den USA. Schwer ist der Stoff auch beim Theaterstück „Schwestern“ von Theo Fransz, doch ist die Stimmung erstaunlich heiter – dabei geht es um ein Mädchen, das sich die Schuld am Tod ihrer kleinen Schwester gibt – die beiden können aber noch einmal miteinander sprechen, es ist ein herzzerreißend schönes Abschiednehmen.

Die Mischung aus Altvertrautem und weithin Unbekanntem gibt dem Abend die nötige Spannung (und regt dazu an, die Texte daheim ganz weiterzulesen). Von Poser liest das alles angenehm zurückhaltend vor, die Worte entfalten auch so ihre Wirkung. Der stimmungsvolle, berührend-heitere Abend endet mit dem Kapitel über Beppo Straßenkehrer aus Michael Endes „Momo“ – dieser nachdenkliche, gemächliche Beppo passt perfekt in diese gebremste Zeit.

Philipp Seidel, Landshuter Zeitung, 19. Januar 2021

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Landshut – „Alles, was ich liebe“ – SchauspielerInnen präsentieren ihre literarischen Favoriten in den Kammerspielen Landshut

Mit einer neuen Live-Stream-Reihe etablieren die Landshuter Kammerspiele „die vierte Spielsparte“, wie Intendant Sven Grunert Online-Formate über den Lockdown hinaus künfitg in der Theaterszene tituliert und visioniert. Bei dem Projekt „Alles, was ich liebe“ lesen, spielen, performen SchauspielerInnen Passagen aus ihren literarischen Lieblingstexten, die ihnen intellektuell, emotional oder ethisch wichtig sind.
Den Anfang macht Stefanie von Poser, die bundesweit durch Filme wie „Wer früher stirbt, ist länger tot“, „Räuber Kneißl“ und von der ZDF-Reise die „Bergretter“ bekannt ist…

Mit Stefanie von Posers Bücherauswahl startet das Projekt unter der Leitung von Sven Grunert sehr vielseitig und pragmatisch Richtung Bücher als Lebenshilfe. Stefanie von Poser mag Bücher, die auf das Wesentliche im Leben zielen, Empathie und Verständnis vermitteln, neue Perspektiven eröffnen und Standpunkte verrücken. Die ProtagonistInnen ihrer Lieblingsbücher sind achtsame, reflektierende Menschen in außerordentlichen Situationen meistern, meist nah am Tod.

Mit ansteckender Begeisterung stellt Stefanie von Poser ihre Lieblingstexte vor, wählt klug die wichtigsten Passagen und liest sie einfühlsam, sehr lebendig in unterschiedlichen Stimmlagen „Alles, was ich liebe“.

In Juliane Koepckes „Als ich vom Himmel fiel. Wie mir der Dschungel mein Leben zurückgeht“ hilft Nachdenken und Ruhe schwierige Situationen zu meistern und im Urwald zu überleben.

„Blühen wie eine Blume“ von Harda von Poser, der Mutter von Stefanie von Poser, zeigt am Beispiel an Mukoviszidose leidenden jungen Menschen, wie sich todgeweihte Menschen fühlen, wie man ihnen helfen kann.

In Theo Franz Stucks Theaterstück „Die Schwestern“ hilft ein verunglücktes Mädchen ihrer Schwester sich von Schuldgefühlen zu befreien.

Mit steigernder Begeisterung beendet Stefanie von Poser ihre Lesung mit Peppo, dem Straßenkehrer, aus Michael Endes Kinderklassiker „Momo“ über die Hektik und Verschwendung der Zeit, eine Thematik, die in digitalen Zeiten aktueller denn je ist, für Stefanie von Poser immer noch eine absolute Muss-Lektüre.

Im Februar spielt und spricht Katja Amberger, die das Landshuter Publikum in Sven Grunerts Inszenierung „Medea“ kennengelernt hat.

Michaela Schabel,  https://schabel-kultur-blog.de, 18. Januar 2021