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JETZT KÄME DER KUSS
NACH ANTON TSCHECHOW
65 MINUTEN, KEINE PAUSE


 

DAS STÜCK
frei nach den Komödien „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ von Anton Tschechow

Das kleine theater lädt zwei Schauspieler zum Vorsprechen ein – und wir dürfen dabei zusehen! Fantasie oder Wirklichkeit? Findet alles in einem Vorraum des Intendantenbüros oder doch auf der Bühne statt? Werden Emilie und Theo zum Teil einer ambitionierten Inszenierung oder hat das Schicksal für sie etwas anderes vorgesehen? Die zwei Profis sehen einander zum ersten Mal und scheinbar haben sie keinerlei Gemeinsamkeiten. Doch eins ist für alle klar: Tschechow zu spielen ist eine Königsdisziplin! Dafür üben Emilie und Theo, proben sie, diskutieren sie miteinander. Bis es zwischen ihnen funkt. Tschechow wird Nebensache. Echte Gefühle platzen, ohne zu klopfen, in den Raum und ein kleiner Funke wird zum Lagerfeuer. Witzig und leicht, spannend und aufregend zeigen Katja Rogner und Christian Mark, wie meisterhaft das Leben mit Erwartungen spielt. Auf der Suche nach einer Rolle des Lebens findet man wahre Liebe. Im Theaterfoyer. Oder in der Wirklichkeit?

KOPRODUKTION MIT ART DER STADT E.V. GOTHA

ES SPIELEN:
CHRISTIAN MARK
KATJA ROGNER


REGIE:
CHRISTINE SCHMIDT-SCHALLER

TECHNIK:
JÜRGEN BEHL
PHILIPP DEGÜNTHER

 

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PRESSESTIMMEN

 

Es funkt beim Vorsprechen
„Jetzt käme der Kuss“ nach Tschechow-Texten begeistert im Kleinen Theater in Landshut


Jetzt käme der Kuss“: Die Szene wird wiederholt gespielt, doch es kommt nie zur Ausführung. Immer stört die Ansage durch den Lautsprecher. Immerhin wollen 250 Schauspielerinnen und 138 Schauspieler vorsprechen. Während dieses Vorsprechmarathons fokussiert Regisseurin und Autorin Christine Schmidt-Schaller in ihrem Stück „Jetzt käme der Kuss“ auf die Nr. 232 (Katja Rogner) und die Nr. 98 (Christian Mark), die sich gemeinsam mit Texten von Anton Tschechow aufwärmen. Das Gastspiel, eine Koproduktion mit dem Verein Art der Stadt Gotha, war am Freitag im Kleinen Theater Landshut zu sehen. Im wirklichen Leben kennen sich die drei schon seit ihrem Schauspielstudium vor 20 Jahren in Berlin. Christine Schmidt-Schaller war Dozentin, jetzt schreibt sie für ihre beiden einstigen Schauspielschüler originelle Textfassungen und bringt sie durch ihre präzise Regie als getaktete Szenenfolge mit Bravour auf die Bühne.

Tschechows Komödien „Der Bär“ und „Der Heiratsantrag“ werden immer wieder zusammen aufgeführt, doch wie Christine Schmidt-Schaller diese Texte als „improvisatorische Ansatzszenen“ umsetzt, ist nicht nur sehr originell und amüsant, sondern gleichzeitig eine flotte Satire auf die Vorsprechpraxis im Theaterbetrieb. Katja Rogner und Christian Mark spielen zwei Schauspieler, die sich beim Vorsprechen kennenlernen. Sie flott im roten Kleid mit Kosmetikkoffer unterwegs, er lässig bequem, einen Schal häkelnd, das pure Gegenteil – die Nerven liegen schnell blank. Trotzdem funkt es zwischen den beiden, nicht nur schauspielerisch. Über die Szenen vom „Bär“ zwischen russischer Pathetik und französischem Chichi und die immer skurrileren Improvisationsszenen des „Heiratsantrag“ kommen sie sich näher. Die doppeldeutigen Dialoge eskalieren durch Spieltempo, clowneske Parodie, pantomimische Finesse, witzige Geräuschkulissen in einen amüsanten Schlagabtausch.

Michaela Schabel, Landshuter Zeitung, 14. Oktober 2019 und Landshut aktuell, 16. Oktober 2019