ZEITENWENDEN - "EINMAL IST MAN NUR JUNG"
VON MARGRET PRACHT

MULTIMEDIALE ONLINE-INSZENIERUNG
80 MIN, KEINE PAUSE

LIVE-ÜBERTRAGUNG DIREKT VON DER BÜHNE

DAS STÜCK
Schauspielerin und Italianistin Katharina von Harsdorf hat in ihrer Forschungsarbeit ein Tagebuch entdeckt - ein erstaunliches Fundstück, das sie transkribiert hat. Ein Tagebuch der 13-Jährigen M., geschrieben von 1939 bis 1943. 

Ein junges Mädchen aus deutscher Provinz, sie erwacht zum Leben. Es geht um die Schule, um Jungs, um die erste Liebe und um den großen, unbekannten Krieg. Aber wer sagt, dass ein Mädchen nicht glücklich sein darf, weil eine alte Welt vergeht?
Hin- und hergerissen zwischen dem von Propaganda erzeugtem Gefühl der Zugehörigkeit und eindringlichen Zweifeln, kann M. ihre eigenen Gedanken nicht zuordnen. Sie will leben und lieben, weiß jedoch nicht, wie.

Katharina von Harsdorf entwickelte eine Forschungsreise, ein Soloabend voller visueller Poesie. Sie kreiert eine authentische Nähe zwischen Naivität und Realität. Ein Abend zum Mitfühlen.  

ES LIEST UND SPIELT:
KATHARINA VON HARSDORF

AM REGIEPULT:
SVEN GRUNERT

DRAMATURGIE:
KATHARINA VON HARSDORF
GANNA MADIAR

TECHNIK:
JÜRGEN BEHL
PHILIPP DEGÜNTHER

KAMERA:
DAVID SCHRECK

VIDEOREGIE:
MARIA WIMMER
JOSHUA DAHMEN

STREAM:
PHILIPP DEGÜNTHER

PREMIERE:
8. MAI 2021


KATHARINA VON HARSDORF

PRESSESTIMMEN

Online-Uraufführung „Zeitenwenden – Einmal ist man nur jung“ – in den Kammerspielen

Der Clou dieser Inszenierung ist, dass die Schauspielerin Katharina von Harsdorf derart authentisch, sympathisch und empathisch liest, dass sie wie die Protagonistin dieses Tagebuchs wirkt, aber eben nicht als pubertierende 13-Jährige, sondern als junge Frau und in diesem Alter stößt eine derartige Ignoranz der Zeitenwende durchaus auf... Sven Grunert verstärkt den Erwachseneneffekt, indem er Katharina von Harsdorf in einem spießig bürgerlichen Umfeld hinter einer Sukkulente und einem Kaktus positioniert, und sie immer wieder zu einer überdimensionierten Lupe greifen lässt, um die Originalschrift entziffern zu können, mehr noch um ihr Gesicht hinter der Lupe fragend zu vergrößern, um scheinbar andere Antworten zu finden.

Michaela Schabel, Schabel-Kultur-Blog, 9. Mai 2021