KINO IM KOPF
MIT PETRA EINHOFF
90 MINUTEN, KEINE PAUSE

DAS STÜCK
Filmsongs – viele begleiten uns ein Leben lang. Die Schauspielerin und Sängerin Petra Einhoff präsentiert, von Michael Armann am Klavier begleitet, Songs aus sechs Jahrzehnten Film, von den Hollywood-Klassikern der fünfziger Jahre bis heute. Sie schlägt den Bogen von Audrey Hepburn über Simon and Garfunkel bis hin zu Alanis Morissette – quer durch alle Genres und Stile. Lieblingslieder – große Gefühle!

Ein Abend zum Lauschen und Erinnern. Kino im Kopf. Der Soundtrack unseres Lebens.

Premiere: 20. Januar 2018

ES SINGT UND SPIELT:
PETRA EINHOFF

REGIE:
VOLKER BECKER-BATTAGLIA

AM PIANO:
MICHAEL ARMANN

TECHNIK:
JÜRGEN BEHL
PHILIPP DEGÜNTHER

 

AUDIOS

AUSSCHNITTE AUS DEM MUSIKPROGRAMM, VORGESTELLT AUS UNSERER AUDIOTHEK.

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PRESSESTIMMEN

 

Ki­no-Träu­me­rei­en
Pe­tra Ein­hoff singt Hol­ly­wood-Film­hits im Klei­nen Thea­ter Lands­hut

Schon als die Bilder laufen lernten, erkannte man die Musik als probates Mittel, sie mit Gefühlen anzureichern. Gerade die großen Hollywoodfilme sind untrennbar mit eben solchen Kompositionen verbunden. Und wer in einem Dorf aufgewachsen ist, saugte sich an den Sonntag-Nachmittagen die „alten Schinken“ ein. So erzählte es Petra Einhoff bei der Premiere ihres Gastspiels im gut besuchten Kleinen Theater Landshut. Die Schauspielerin und Sängerin brachte es auf den Punkt: „Man träumte sich rein und weg.“

Sie hatte Lieder vorbereitet, die umgekehrt funktionieren: Mit den Klängen kommen die Gefühle – und die Bilder laufen – „Kino im Kopf“ heißt denn auch ihr Programm. Klar flimmert bei „Moon River“ Audrey Hepburns aparte Holly Golightly mit der ewig langen Zigarettenspitze auf, wie sie am Fenster in die New Yorker Nacht sinniert. Oder die bunte College-Welt mit dem gelackten Eintänzer John Travolta und der wasserwelligen Olivia Newton-John bei dem Song der Bee Gees „How deep ist your Love“. Oder das schwarz-weiße Rick’s Cafe in „Casablanca“ mit Humphrey Bogart, der vergebens Ingrid Bergmans Bitte verhindern will: „Spiel’s noch mal, Sam!“ Und er hat es doch noch in den Fingern: „As time goes by“. Oder der junge Dustin Hoffman in seinem roten Alfa Romeo Spider auf dem Weg von der Mutter zur Tochter in der „Reifeprüfung“ bei Simon & Garfunkels „Sound of Silence“.

Das funktioniert. Aber es ist nicht nur das. Denn Petra Einhoff fügt ihre ganz persönliche Sicht der Dinge hinzu. Die Stimmkraft der Mezzosopranistin gerade im tieferen Bereich, die Ausdruckskraft der Schauspielerin, der Charme der Frau, die Verve der Persönlichkeit, alles zusammen ergibt eine überzeugende Präsentation. Im selben Zuge ist Michael Armann am Klavier zu nennen, ein kongenialer Begleiter und feinfühliger Improvisateur. Beide zusammen nehmen es auch mit so eigenwilligen Stücken wie Aimee Manns „Wise up“ aus „Magnolia“, Alanis Morissettes „Uninvited“ aus „Stadt der Engel“ oder „The Blower’s Daughter“ aus „Hautnah“ auf. Und es fällt auch gar nicht unangenehm auf, dass weder Frank Sinatra noch Robbie Williams eingeflogen kommen zu dem berühmten Duett „Something stupid“.

Der Liederabend berührt die Zuhörer sichtlich, da wird vor- und mitgesummt. Und selbstverständlich weiß man, dass sich hinter Elvis Presleys „Wooden Heart“ das Volkslied „Muss i denn zum Städtele hinaus“ verbirgt. Man genießt die Erkennungsmelodien verschiedener James-Bond-Filme und „Nobody does it better“ und freut sich auf zwei Zugaben. Auf dem Klavier liegen rote Rosen neben zwei Martinis, geschüttelt, nicht gerührt. Und dann wird man mit Heinz Rühmanns „Lalelu“ zu Bett geschickt. Eine gelungene Premiere und ein sehens- und hörenswürdiger Abend !

Hanne Wendleder, Landshuter Zeitung, 22. Januar 2018