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ANTIGONE
VON SOPHOKLES

DAS STÜCK
Antigone, Ismene, Eteokles und Polyneikes sind die jüngsten Sprösse des verfluchten Labdaiken-Geschlechts. Ödipus ist ihnen Vater und Bruder zugleich und im Bruderkrieg um die Herrschaft Thebens zeigt sich erneut die Macht des Fluchs, als sich Eteokles und Polyneikes im Zweikampf töten. Kreon, ihr Onkel, nun auf dem Thron, verbietet die Bestattung des Angreifers Polyneikes. Antigone widersetzt sich dem König und damit der Staatsräson. Ihre Rebellion ist Systemkritik, die sich in hartnäckigem, jugendlichem Aufbegehren formuliert. Kreons Staat zielt darauf ab, den status quo herzustellen, indem er sich über kulturimmanente Gesetze hinwegsetzt: In die Bestattungsrituale haben sich ethische Werte eingeschrieben. Antigones Haltung richtet sich gegen das Vergessen dieser ethischen Werte, die in anderen Gesetzbüchern als den staatlichen zu finden sind, das Vergessen der Sippengesetze, das Vergessen der göttlichen Gebote. Wird der Bruder nicht bestattet, erwartet ihn ein unglückliches Schicksal in der anderen Welt und sein Name wird aus dem Gedächtnis seines Volkes verbannt. Doch ähnlich wie Kreon verfällt sie der Hybris. Das Schicksal nimmt seinen Lauf...

ES SPIELEN:
URSULA BERLINGHOF
FELIX HELLMANN
WINFRIED GROPPER
JULIA KOSCHITZ
BETTINA SCHÖNENBERG
ANDREAS SIGRIST
LÉONIE THELEN

REGIE:
SVEN GRUNERT

BÜHNE:
HELMUT STÜRMER

PREMIERE:
4. FEBRUAR 2005

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PRESSESTIMMEN

 

"Sven Grunert hat die antike Attacke auf die Arroganz der Macht sorgfältig herauspräpariert und zugleich die Direktheit und Frische des Dramas erfahrbar gemacht. Das ist das Kunststück, das ihm in seiner hochkonzentrierten, packenden Inszenierung gelingt. Das kleine theater in Landshut hat mit dieser Antigone ein Theaterereignis zu bieten."

Landshuter Zeitung

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"Befreit vom Staub der Geschichte: Grandiose Antigone im kleinen theater. Was Sven Grunert auf die Bühne des kleinen theaters zauberte, mag zwar schon Geschichte atmen, aber ist immer noch höchst aktuell."

Wochenblatt

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"Grunerts Antigone funktioniert. Spannendes, intensives Miteinander. Er kann aufregende Bilder gestalten. Atmosphärisch dicht. Erschreckend. Zu Herzen gehend. Mit archaischer Wucht."

Donaukurier

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"Sophokles Antigone in den Landshuter Kammerspielen in einer hinreißenden Inszenierung von Sven Grunert. Eine Sternstunde am klassischen Theaterhimmel."

Mittelbayerische Zeitung

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"Dass es dem kleinen theater gelungen ist, die Aktualität der 2500 Jahre alten Tragödie mit beklemmender Intensität spürbar zu machen, ist eine großartige Leistung des Regisseurs Sven Grunert und des von ihm geführten Ensembles"

Bayerische Staatszeitung