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VERFÜHRBARKEIT AUF BEIDEN SEITEN
VON PIERRE C. DE MARIVAUX

DAS STÜCK
Die impulsive, lebendige Silvia ist, wo sie eigentlich nicht hingehört: weg aus ihrem Dorf, weg von ihrem geliebten Arlequino hat man sie zu dem jungen, edlen, wohlhabenden Herrn gebracht, der ihr verfallen ist und ihre Gunst gewinnen will. Silvia aber pfeift auf allen Tand,sie pfeift auf das ganze höfische Theater, sie pfeift auf den Prinzen, den sie weder kennt noch will. Sie will Arlequino!
"Wir müssen bleiben, wie wir sind", sagt sie sich und ihrem Liebsten, und wappnet sich so gegen Schmeicheleien und Versprechungen, gegen Eitelkeit und alle Anfechtungen. Veränderung, Verwirrung und Unbeständigkeit aber sind das Elixier des Lebens - die Verführbarkeit der Herzen ist der Triumph der Liebe.

ES SPIELEN:
THOMAS CERMAK
JULIA DAHMEN
TAMARA HOERSCHELMANN
KARIN KOFLER
RUDI KNAUSS
MATTHIAS KUPFER
STEFAN MAAß

REGIE:
SVEN GRUNERT

BÜHNE:
JUTTA BURKHARDT

KOSTÜME:
IRINA KOLLEK

PREMIERE:
4. FEBRUAR 2000

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PRESSESTIMMEN

 

"Es springt, es tanzt, es jagt: Gefeierte Marivaux-Inszenierung am Landshuter kleinen theater. Regisseur Sven Grunert, Meister des Ausstaffierungsminimalismus´, verzichtet bei dieser Versuchsanordnung über das große Thema Liebe auf Requisiten so gut wie ganz. Statt dessen baut er allein auf das Spiel - und mithin auf Bühne und Schauspielkunst pur. Ein Versuch, der aufgeht: denn schon allein das Bühnenbild (Jutta Burkhardt) zeigt, worum es geht. Die Bühne ist ein Mittelding aus Mühlebrett und Billiardtisch, und vor allem ist sie: doppelbödig. So wie die Gefühlswelt selbst halt auch; deshalb gellen manche Dialoge im Verborgenen, finden Zutraulichkeiten unter Tage statt. Und wenn der hyperventilierende Lover sein Feinsliebchen noch in der einen Ecke wähnt, taucht die Braut schelmisch an der anderen wieder auf."

Landshuter Zeitung, 7. Februar 2000

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"Der Regisseur Sven Grunert unterstreicht das spielerische, verspielte Element des Stücks, vertraut der Ästhetik der Harlekinaden und der Magie von Bühne und Licht."

Kulturzeitung der Bayerischen Theaterakademie, November 2000